Der Ursprung vom Roulette

Roulette gehört zu den klassischen Kasinospielen. Seine Erfindung wird in Italien verortet, worauf zum Beispiel Meyers Konversationslexikon aus dem Jahre 1900 hinweist, in dem mit Blick auf das Glücksspiel von dem „italienischen Roulette“ gesprochen wird. Bekannt ist Roulette seit dem 17. Jahrhundert. Die heutige Ausführung mit dem Spielfeld, dem Tableau, ist dem Mathematiker Francois Blanc zu verdanken. Blanc war es auch, der zugunsten der Spieler und zur Hebung der Attraktivität des Spiels auf die vormals übliche Doppelnull verzichtete, womit sich der Hausvorteil von 5,4 % auf 2,7 % verringerte. Nur in den USA wird heute noch mit der Doppelnull gespielt.

Der Roulettekessel als Rad der Fortuna

Dem Roulettekessel kommt beim Roulette eine überragende Bedeutung zu. Darauf weist bereits der Name des Spiels hin, der aus dem Französischen übersetzt „Rädchen“ bedeutet. Tatsächlich entspricht der Ursprungsgedanke beim Roulette dem aus dem Mittelalter bekannten Rad der Fortuna, welches das Schicksal des Menschen bestimme und diesen vollständig in seiner Hand habe.

Beim Roulette gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Ausführung der Wetten. Auch ob der Spieler in einem klassischen Spielkasino oder Online Roulette spielen möchte, ist ihm selbst überlassen. Gute Anbieter von Spielplattformen konnten ihr Angebot immer weiter verbessern und in Ruhe Strategien im Sinne eines noch größeren Einzugsbereichs von Kunden generieren.

Die Einsatzmöglichkeiten beim Roulette

Die Setzmöglichkeiten werden auf dem Tableau bereits angezeigt. Der Spieler hat drei Möglichkeiten, auf einfache Wetten zu setzen, in dem er seine Einsätze auf dem Tableau auf die Felder für gerade bzw. ungerade Zahlen, die erste bzw. die zweite Hälfte der Zahlen oder rote bzw. schwarze Zahlen tätigt. Mit geringeren Wahrscheinlichkeiten fallen die Wetten im Falle von Gewinnen entsprechend höher aus. So kann der Spieler auf ein Drittel der Zahlenwerte wie auch auf eine der drei Längsreihen – auf eine sogenannte Kolonne –  wetten. Weitere Einsatzmöglichkeiten erstrecken sich die Querreihen, auf sechs, vier, drei, zwei oder eine Zahl.

Der Reiz des Spiels

Die Optionsvielfalt bei den Roulette-Wetten vermittelt ein Gefühl für die Attraktivität des Spiels, zumal sich die Wetten auch kumulativ pro Runde verwerten lassen, sodass es im Endeffekt um richtig hohe Geldbeträge gehen kann. Weitere Reize setzen die knisternde Atmosphäre in den edlen Kasinos und das Zeremoniell, wenn etwa der Croupier mit dem Ausspruch: „Rien ne va plus“ jeden weiteren Einsatz unterbindet. Der Schriftsteller Fjodor Dostojewski machte einst Roulette im fiktiven Roulettenburg während seiner Deutschlandreise in seinem Roman „Der Spieler“ unsterblich.

Allerdings beschrieb er eine zerfallende Welt, denn nur wenige Jahre später wurden Kasinos nach der deutschen Reichsgründung im Zuge des Französisch-Preußischen Krieges 1870/71 wie übrigens auch in Frankfurt verboten. Diese Verbote begründeten den Aufstieg des Spielkasinos des Zwergenstaats Monte Carlo, das für die Spielerszene Europas seither einen ähnlichen Klang hat wie Las Vegas in den USA.

Umstrittene Spielertricks

Wie bei anderen Glücksspielen auch, gibt es beim Roulette eine hohe Anzahl an Spielern, die überzeugt sind, dass es beim Roulette diverse Hebel gibt, um jenseits der bei Glücksspielen üblichen Wahrscheinlichkeitsrechnung das Glück zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Die drei bekanntesten Tricks sind unter den Begriffen Kesselfehler, Kesselgucken und Wurfweitenspiel zusammengefasst.

Bei Kesselfehlern handelt es sich um ein ähnliches Phänomen wie bei Würfeln im Sinne der materiellen Herstellung. Wie auch bei Würfeln sei kein Roulettekessel wie der andere, sodass bestimmte Zahlen häufiger aufträten als andere. Spieler, die dieser Theorie anhängen, beobachten in Kasinos aufmerksam die Roulettekessel, um diese Zahlen herauszufinden und in der Folge auf diese zu setzen.

Beim Kesselgucken entwickeln bestimmte Spieler hingegen Fähigkeiten, um aus der noch verbliebenen Drehzeit des Kessels nach der Ansage: „Rien ne va plus“ die Wahrscheinlichkeit abzuleiten, welche Zahlen als Zielort am ehesten in Betracht kommen. Beim Wurfweitenspiel hingegen wird vermutet, dass jeder Croupier seine spezifische Wurftechnik habe, sodass sich daraus ebenfalls Wahrscheinlichkeiten für den Zielort der Roulettekugel ableiten lassen. Sämtliche Strategien sind in ihrer Wirkung umstritten. Zudem haben die Spielkasinos gezielte Gegenmaßnahmen wie eine frühe Ansage von „Rien ne va plus“ oder einen regelmäßigen Austausch der Roulettekessel entwickelt, um solche Strategien zu erschweren.

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