
Die Bilder von Ulrich Lipp sind ganz aus Farbe aufgebaut, im Malgestus ganz unterschiedlich, mal pointillistisch hingetupft, mal expressionistisch aufgebaut als mehr oder weniger große Farbfelder wie es Emil Nolde oder Alexander Jawlensky in ihren Falblandschaften schon vormachten, schnell, heftig, gestisch, so dass oft ein flirrender, aufgelöster Bildgrund entsteht, der durch das Auge des Betrachters wieder zu einem Ganzen zusammen gesetzt wird. Leidenschaftliches Rot trifft beruhigendes Grün, Blau feiert Gelb.
Wer Augen hat zu sehen und dazu Vorstellungskraft und Fantasie, dem erzählen die Bilder Geschichten. Geschichten von loderndem Feuer und lodernder Liebe, von Begehren und Auflehnung, von Waldlichtungen, Kornfeldern Feldrainen, von Gras, Wasserlilien, einem Mohnfeld mitten im dunkelgrünen Wald, von rotem Untergangshimmel, leuchtend goldenen Sonnenstrahlen, die durch das Gewirr dunkelgrüner Zweige schimmern.
Lipps Bilder sind einfach schön und wohltuend, stärkend für einen anstrengenden Alltag, aber deshalb trotzdem nicht einfach.
Ulrich Lipp bewältigt malend, womit sich alle Menschen mehr oder weniger, bewusst oder unbewusst, beschäftigen, um für ihr Leben zu einem Schluss zu kommen, um den Ausgleich der Gegensätze, um die Zusammenführung von Yin und Yang, damit der Mensch zur Ruhe kommt.
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