
Issmats Lebensreise, wie er es ausdrückt, begann 1948 in Damaskus vor dem Hintergrund der modernen orientalischen Kultur, aber auch dem alter Hochkulturen, wie denen der Assyrer, Sumerer, Phönizier, Osmanen, Kurden, Römer und Griechen, deren Spuren sich noch heute dort finden.
Dieser Nährboden lässt Issmat bereits als Fünfjährigen zum Pinsel greifen und seine Großmutter porträtieren, abstrakt, „doch hatte sie“, ihm zufolge, „keine Schwierigkeiten, sich wiederzuerkennen.“
Denn abstrakt heißt nach seinem Verständnis nicht losgelöst von jeder Gegenständlichkeit. Vielmehr liege der Grad der Abstraktion in jedes Künstlers eigenem Ermessen.
„Mit einer Sehnsucht nach der fremden europäischen Kultur, nach Mona Lisa, der Taube von Picasso, dem Frühling von Botticelli und dem Blumengarten von Nolde“ zieht es ihn 1978 nach Deutschland,
in seine neue Heimat.
Hier nun entstehen Bilder, die in ihrer Ornamentik und Farbenpracht eine gelungene Symbiose von Orient und Okzident vollziehen. Voller narrativer Detailfreude setzt er sich thematisch mit dem sprühenden, pulsierenden Leben in seiner ganzen Vielfalt, zutiefst mit der Natur und der Schöpfung verbunden, auseinander. Um das uralte Thema des Paares, der Liebe, der Geburt, des Werdens schlechthin kreisen seine künstlerischen Gedanken und stellen das Erblühen allen Lebens unter das Motto „Sterne des Himmels, alle Liebe wird durch das Kind geboren.“ Gesichter, menschliche Figuren, Blumen, Fische und immer wieder die Taube verweben sich in ihren unterschiedlichen Ansichtsperspektiven zu einem einzigen, fröhlich- lebensbejahenden Bildgefüge voller Metaphern. Allen voran der Fisch als Sinnbild für Wasser und Fruchtbarkeit und die Taube als Symbol des Friedens.
Wenn Issmat von sich sagt: „Ich bin ein Künstler aus Passion (...), also ein Künstler, der seine Bilder erleidet“, dann hat dies schon insofern seine Berechtigung, weil man in seinen Bildern den Menschen, den Schöpfer dieser Werke erkennt, der den Betrachter in seine Seelenwelt blicken lässt.
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